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Artikel zur Kategorie: Bergwandern


Geschrieben von Michael am Montag, 09. Januar 2017

Sonnige Schneeschuhtour auf den Chiemgauer Paradegipfel, den Hochgern (1.744m) – 9 Teilnehmer

Die Unsicherheiten in den Tagen vor der Tour wegen den frostigen Wettervorhersagen und den möglichweise widrigen Straßenverhältnissen waren überhaupt nicht notwendig, denn es herrschte am Feiertag (Heilige Drei Könige) ideales Winterwanderwetter. Zum Jahreseinstieg 2017 hatte uns Karl noch dazu mit dem Hochgern einen Chiemgauer Paradegipfel mit 1.150 Hm und 16,5 km Streckenlänge ausgesucht. Auch die Bedenken wegen der richtigen Schuhwahl hatten sich schon nach 15 Minuten erledigt, denn es wurde eine reine fünfeinhalbstündige Schneeschuhtour mit stetig zunehmender Schneelage vom Parkplatz an der Burg in Marquartstein (635m) aus über die Agergschwendtalm (1.040m) und das aussichtsreich gelegene Hochgernhaus (1.461m) bis zum Gipfelkreuz und der Miniaturkapelle am Hochgern (1.744m).

Es herrschten zwar frostige zweistellige Minustemperaturen, aber die wohligen Sonnenstrahlen, der azurblaue Himmel und der glitzernde Pulverschnee ließen das Wanderherz unserer neun LG-Teilnehmer höher schlagen und die Mühsal des Anstiegs ebenso schnell vergessen. Wintermärchen pur! Bitte mehr davon! (Michael)

Bilder sind online!

Geschrieben von Michael am Sonntag, 01. Januar 2017

Tourenvorschlag für kommenden Freitag 6. Januar 2017 (Heilige Drei Könige) für eine Winterwanderung auf den Hochgern (1.744m)

Anbei die näheren Tourdaten für Euch:

  • Treffpunkt: LG Parkplatz Mettenheim-Hart
  • Abfahrt: 7.30 Uhr mit Privat-PKW  -  Rückkehr: 18.00 Uhr
  • Parkplatz: Wanderparkplatz in Marquartstein (ca. 8.45 Uhr)
  • Art: Mittlere Winterwanderung
  • Höhenmeter: ca. 1.100hm im Auf- und Abstieg (bis zum Gipfel)
  • Gehzeit: Aufstieg bis Agergschwendalm 1:30h, bis Hochgernhaus + 1:30h, bis Hochgern + 1:00h;  Abstieg vom Hochgern gesamt ca. 2:30h (Gesamtgehzeit: 6:30 Std., ohne Gipfel 4:30 Std.)
  • Kondition: Mittel
  • Technik: Bis zur Agergschwendalm einfache Wanderung; danach einfacher Steig
  • Ausrüstung: Wanderausrüstung, bei viel Schnee sind Schneeschuhe oder Snowspikes bzw. Grödel empfehlenswert (spätestens ab Hochgernhaus); Mütze und Handschuhe nicht vergessen
  • Einkehr: Hochgernhaus
  • Tourenführer Karl

Die Tour ist natürlich von den Wett- und Straßenbedingungen der nächsten Tage abhängig. Sollten wir die Tour absagen müssen informieren ich über die Homepage bzw. die Vorangemeldeten per EMail.

Wer ist dabei ? Bitte gebt mir  bis Do., 5. Januar per EMail m.haferkorn@t-online.de oder unter Tel. 08631/4983 Bescheid.

 

Geschrieben von Michael am Sonntag, 02. Oktober 2016

Unsere geplante Lattengebirgsüberschreitung am 3. Oktober ist wegen den schlechten Wettervorhersagen abgesagt!!!!
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Unsere nächste Bergwanderung führt uns am 3. Oktober (Feiertag) von Hallthurm (Parkplatz Schlafende Hexe) über vier Gipfel zur Predigtstuhlbahn. Anstatt des rd. zweistündigen Abstiegs (über Waxriessteig) wollen wir die Predigtstuhlbahn benützen.
Nur z.T. mittelschwere, meist leichte ca. 5,5 stündige Bergwanderung - Schwindelfreiheit nicht erforderlich (außer man möchte die 10m hohe Steinerne Agnes besteigen).
Anmeldungen bitte bis Freitag, 30. September bei Michael Haferkorn unter Tel. 08631/4983 bzw. m.haferkorn@t-online.de.

Nachstehend noch die Tourdaten:

Tour für Montag, den 3. Oktober: Lattengebirgsüberschreitung

Treffpunkt: Mettenheim, Parkplatz an der Waldstraße

Abfahrt: 7.30 Uhr                                            Rückkehr: ca. 18.30 Uhr

Fahrtdauer: 1 ½ Std. (95 km)

Ausgangspunkt, Parkplatz: Schlafende Hexe (Hallthurm-Bischofswiesen);

Parkplatzgebühr: keine

Vier Gipfel: Dreisesselberg (1.680m), Karkopf (1.738m), Hochschlegel (1.688m), Predigtstuhl (1.613m)

Höhenmeter: ca. 1.200m  

Parkplatz Schlafende Hexe: Zuerst 5 min auf einer Forststraße, anschl. auf einem Pfad zum Rotofensattel und weiter bis zur Steinernen Agnes, dem Wahrzeichen des Lattengebirges in ca. 2 Std.  An der verfallenen Steinbergalm vorbei bis zur Mulde zwischen Dreisesselberg und Karkopf. Rechts in ca. 15 Min. bis zum Dreisesselberg (1.680m - 1.30 Std. an Steinerne Agnes). Anschl. zurück und auf einem Höhenweg zum Karkopf (30 min. vom Dreisesselberg), den höchsten Punkt der heutigen Tour. Wieder zurück und links haltend am Schreck (1.725m) vorbei zum Hochschlegel (1.688m - 30 Min. vom Karkopf). Abstieg in die Gipfelmulde zur Schlegelalm (1.530m - 30 Min. vom Hochschlegel) mit Einkehr. Nach der wohlverdienten Einkehr in 15 Min. über Predigtstuhl (1.613m) zur Predigtstuhlbahn (1.583m).

Anschließend mit der Predigtstuhlbahn (letzte Talfahrt um 17 Uhr) in 8 ½ Minuten (1.140HM) hinab nach Bad Reichenhall.

Entweder mit dem RVO-Bus (Linie 841, Haltestelle Hallthurm-Bahnhof und in 15 Min. zum Parkplatz) oder

mit einem (an der Talstation deponierten) PKW zum Parkplatz Schlafende Hexe und wieder zurück, um Mitfahrer aufzunehmen.

Gehzeit: ca. 5 ½ Std. (ohne Einkehr)

Einkehr: Schlegelalm

Tourenführer: Michael

Geschrieben von Michael am Montag, 12. September 2016

Den markanten Hausberg der Kufsteiner, den Pendling, kennt eigentlich jeder, zumindest derjenige, der ab und zu die Bergstiefel schnürt und im bayerischen Alpenvorland wohnt. Aber die Gipfel in südwestlicher Richtung – ebenfalls zu den Brandenberger Alpen zählend – sind ebenso aussichtsreich und bei weitem nicht so überlaufen.

Nachdem einige unserer 11 Bergwanderer schon am Samstag wettkampfmäßig aktiv waren (Berglauf in Schleching, Gemeindelauf in Niedertaufkirchen) war der gut einstündige Anstieg vom Parkplatz Schneeberg (970m) bis zum Höhlensteinhaus (1.233m) gerade ideal um die müden Wanderbeine auf Betriebstemperatur zu bringen. Anstatt sich nach den 250 Höhenmetern eine deftige Brotzeit oder hausgemachte Kuchen auf der sonnigen Terrasse des Höhlensteinhauses schmecken zu lassen, „erklommen“ wir schon den ersten Gipfel: das Feuerköpfl (1.292m), ein kleiner Aussichtsberg mit einem tollen Blick ins Inntal und auf eine faszinierende Bergwelt (Zahmer und Wilder Kaiser, Kitzbüheler Horn, Großglockner, Großvenediger, Hohe Salve, Kitzbüheler Alpen etc.) – wenn die hartnäckige Bewölkung es heute nur zugelassen hätte! Nach kurzer Rast an unserem ersten Gipfelkreuz stand uns mit dem Köglhörndl (1.645m) ein 400m langer schweißtreibender Anstieg auf steilen Serpentinen durch dichten Bergwald bevor. Gott sei Dank spendete der Wald ausreichend Schatten, um die körperlichen Belastungen im erträglichen Maß zu halten. Das letzte Teilstück führte über den langgezogenen Rücken des Köglhörndls bis zum latschenbewachsenen Gipfel selbst. Nach drei Stunden stand uns jetzt wirklich eine ausgiebige Brotzeit zu, um unsere leeren Glykogenspeicher aufzufüllen. Was hätten wir bei besserer Sicht für einen Ausblick genießen können, gut 1.000m über dem Inntal und 70km vom Großglockner entfernt! Nachdem aller guten Dinge drei sind, machten wir uns auf einer Gratwanderung (auch Teil des Tiroler Adlerweges) mit ständigem Auf und Ab und vielen exponierten Talblicken auf dem Weg zum unwesentlich niedrigeren Hundsalmjoch (1.637m). In diesem einstündigen Abschnitt hatten wir auch die Schlüsselstelle am Gänskragen mit einer Drahtseilversicherung und 20 Höhenmetern zu meistern – kein Problem für unsere elf bergwandererprobten, trittsicheren und ausnahmslos fast schwindelfreien Bergfexen, obwohl bei dem ein oder anderen die Handflächen nicht nur von der Sonne angeschwitzt waren. Das Aussichtsbankerl am Aluminium-Gipfelkreuz nutzten wir zu einer weiteren kurzen Getränkepause, um anschließend absteigend zur Hundsalm und über die unbewirtschaftete Köglalm auf einem breiten Fahrweg (und einem kleinen Umweg) wieder nach Schneeberg zu gelangen.

Hinter uns lag 6 ½ Std. anstrengendes Bergwandern – da hatten wir uns die Einkehr im Gasthaus Schneeberg mehr als verdient. Eine wirklich lohnenswerte Entscheidung, denn alle LG-Bergwanderer waren voll des Lobes über das kulinarische Angebot. Sehr empfehlenswert!

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 08. September 2016

Am kommenden Sonntag, 11. September 2016 biete ich folgende Bergwanderung an. Gebt mir bitte bis Freitag (9.9.) unter Tel. 08631/4983 oder m.haferkorn@t-online.de eine kurze Rückinfo, sofern Ihr dabei sein wollt. Ich freue mich auf viele Teilnehmer von Euch und herrliches Wanderwetter.
Bitte Brotzeit (und natürlich ausreichend Getränke) für Rast auf dem Köglhörndl mitnehmen.

Tour für Sonntag, den 11. September: Feuerköpfl + Köglhörndl + Hundsalmjoch (Brandenberger Alpen, über die Innberge)

Treffpunkt: Mettenheim, Parkplatz an der Waldstraße

Abfahrt: 7.00 Uhr                                            Rückkehr: ca. 17.30 Uhr

Fahrtdauer: 1 ½ Std.

Ausgangspunkt, Parkplatz: Gasthaus Schneeberg (Thiersee, Ortsteil Mitterland); Parkplatzgebühr 3 €, davon können 2 € im Gasthaus eingelöst werden.

Gipfel: Feuerköpfl (1.292m), Köglhörndl (1.645m), Hundsalmjoch (1.637m)

Höhenmeter: ca. 900m 

Parkplatz Gasthaus Schneeberg (980m) über Jochalm (1.290m) zum Feuerköpfl (1.292m) und weiter zum Höhlensteinhaus (1.230m) in ca. 1 ½ Std.

Aufstieg vom Höhlensteinhaus zum Köglhörndl (1.645m) in ca. 1 ½ Std.

Gratwanderung vom Köglhörndl zum Hundsalmjoch (1.637m) in ca. 1 Std. – Achtung: ca. 20 min. vor dem Hundsalmjoch beim „Gänskragen“ (1.530m) ist ein kleiner steiler Abstieg durch Drahtseile gesichert (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich).

Abstieg vom Hundsalmjoch zur Hundsalm und weiter über Köglalm zum Parkplatz Schneeberghaus (ca. 2 ½ Std.)

Gehzeit: ca. 6 ½ Std.

Einkehr: Höhlensteinhaus, Gasthaus Schneeberg (Parkplatz)

Tourenführer: Michael

 

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 01. September 2016

Anna hat von unserer 5-tägigen Dolomitentour eine mehr als 30-minütige Bildershow erstellt, die wir uns gerne anschauen wollen. Hierzu treffen wir uns am Freitag, den 2. September 2016 um 19 Uhr beim Kreuzerwirt in Mettenheim (im Kreuzerstüberl).
Anschließend gibt es zur Einstimmung noch ein paar Bilder zur im kommenden Jahr (vorauss. 23. bis 28. Juli 2017) geplanten 5-Hüttentour im Verwall.
Alle Dolomitenteilnehmer und Interessierte sind herzlich eingeladen.
Geschrieben von Michael am Montag, 15. August 2016

Liebe LG-Bergwanderer,

nach unseren wunderschönen Dolomitentour im Juli d.J. planen wir für kommendes Jahr wieder einmal eine Hütte-zu-Hütte-Tour, diesmal im Verwall, d.h. südlich von St. Anton am Arlberg.

Terminlich ist die 5-Hüttentour vom Sonntag, 23. Juli bis Freitag, 28. Juli 2017 vorgesehen, aber natürlich abhängig, ob wir die entsprechenden Übernachtungsmöglichkeiten in den fünf Hütten auch tatsächlich bekommen.

Die Verwallrunde ist insgesamt eine mittelschwere Bergwanderung, die sowohl Trittsicherheit und Schwindelfreiheit (mit einigen Drahtseilpassagen) erfordert. Zudem ist sehr gute Kondition Voraussetzung. Es handelt sich um eine alpine Hochtour, d.h. auch im Juli muss mit Schnee und Minustemperaturen gerechnet werden.

Den geplanten Tourenablauf für unsere Bergwoche habe ich Euch unten stehend kurz zusammengefasst.

Einige Bilder von der Runde stellen wir Euch auch bei unserem Dolomitentreffen (vorauss. am 2. Sept. 2016 beim Kreuzerwirt inMettenheim) vor.

Nachdem ab 20. September schon die Hütten (3 Hütten liegen über 2.300m) schließen, würde ich schon gerne Mitte September die Übernachtungsmöglichkeiten reservieren.

Teilt mir bitte bis 15. Sept. 2016 unter 08631/4983 oder m.haferkorn@t-online.de mit, ob Ihr im kommenden Jahr auf unserer Verwallrunde dabeisein wollt.



Ablaufplanung für 6-tägige Verwallrunde 2017

 

23. Juli 2017:

·      Abfahrt in Mettenheim, Waldparkplatz (Fahrtzeit: ca. 3 ½ Stunden).

·      Ankunft in Pettneu a. Arlberg (am Wellnesspark, direkt nach der Abfahrt von der Schnellstraße).

·      Aufstieg von Pettneu (1.122m) durch das Malfontal zur Edmund-Graf-Hütte (2.375m) in ca. 3 Std. (1.250m   ).

·      Gipfel (optional): Von der Edmund-Graf-Hütte auf den Südgipfel des Hohen Rifflers (3.165m) über eine gute Steiganlage in 2 ½ Std.; ggf. Übergang noch zumNordgipfel (3.168) in ¼ Std. (800m   ).

·      Rückkehr (2 Std.) zur Hütte (800m  ).

·      Übernachtung Edmund-Graf-Hütte (ÖAV), ggf. Halbpension.

 

24. Juli 2017:

·      Von der Edmund-Graf-Hütte auf dem Rifflerweg über die Schmalzgrubenscharte (2.697m) und Kieler Weg zur Niederelbehütte (2.310m) in ca. 5 Std. (500m   , 550m  ).

·      Hüttengipfel (optional): Kappler Kopf (2.404m); ½ Std. ab Niederelbehütte über Hoppe-Seyler-Weg in Richtung Kieler Wetterhütte mit herrlicher Rundsicht.

·      Rückkehr (½ Std.) zur Hütte (100m  ).

·      Übernachtung Niederelbehütte (DAV), ggf. Halbpension.

 

25. Juli 2017:

·      Von der Niederelbehütte auf Sepp-Jöchler-Weg über das Seßladjöchli (2.749m) vorbei am Stausee im Moostal zur Darmstädter Hütte (2.384m): 800 Hm  ; 750 Hm ; 4 ½ Std.

·      Hüttengipfel (optional): Saumspitze (3.039m); Gehzeit ab Darmstädter Hütte: 2 ¼ Std. (650m  ), anspruchsvolle Gipfelbesteigung.

·      Übernachtung Darmstädter Hütte (DAV); ggf. Frühstücksbuffet.

 

26. Juli 2017:

·      Von der Darmstädter Hütte auf dem Apothekerweg über das Kuchenjöchli(2.730m; Drahtseilpassage) zur Konstanzer Hütte (1.688m mit 350 Hm  ; 1.050 Hm  ; 4 - 5 Std.

·      Gipfel (optional): Scheibler (2.978m); Gehzeit ab Kuchenjöchli: ¾ Std.; 250m

·      Übernachtung Konstanzer Hütte (DAV).

 

27. Juli 2017:

·      Von der Konstanzer Hütte auf dem Reutlinger Weg über Gstansjöchli(2.573m) und Krachenjoch (2.650m) zur Kaltenberghütte (2.089m; 1.100 Hm   und 700 Hm   ) in ca. 6 ½ Std.

·      Gipfel (optional): Krachelspitze (2.686m); Gehzeit ab Krachenjoch 10 Min.

·      Hüttengipfel (optional): Maroiköpfe (2.522m und 2.529m).

·      Übernachtung Kaltenberghütte (DAV).

 

28. Juli 2017:

·      Von der Kaltenberghütte auf Berggeistweg (300 Hm  ; 650 Hm   ) in ca. 3 ½ Std. nach St. Christoph a. Arlberg (1.796m).  

·      Gipfel (optional): Wirt (2.339m), Peischelkopf (2.412m), Knödelkopf (2.400m).

·      Rückfahrt mit Postbus von St. Christoph nach Pettneu mit Umsteigen in St. Anton.

·      Rückfahrt mit Privat-PKW von Pettneu in ca. 3 ½ Std. (270km) nach Mettenheim, Waldstraße.

 

Geschrieben von Michael am Donnerstag, 21. Juli 2016

Siebzehn Bergwanderer starteten am 11. Juli um mit den Sextemer Dolomiten ein faszinierendes Gebirge mit den weltberühmten Drei Zinnen und der Sextener Sonnenuhr (mit Neuner, Zehner, Elfer, Zwölfer und Einser) zu ersteigen. Dank Tourenführer Karl hatten wir neben den sportlichen und optischen Berg-Highlights morgens - und abends (5-Gänge-Menü) auch noch kulinarische Genüsse zu verarbeiten. In dieser Woche stimmte das Gesamtpaket! Aktivurlaub vom feinsten!
Tag 1: Früh aufstehen, denn bereits um 7 Uhr starteten wir von Mettenheim (Wanderparkplatz) über Marquartstein – Kössen – Kitzbühel – Pass Thurn – Mittersill – Felbertauernpass nach Lienz. Nicht nur früh aufstehen hieß es, sondern auch die Kleidung sollte schon stimmen, denn unser erstes Bergziel hieß „Böses Weibele“ (2.521m) und war von Lienz aus zunächst mit dem PKW über die Pustertaler Höhenstraße bis zum Parkplatz Hochsteinhütte (1.980m) und anschließend per pedes an der Hochsteinhütte (2.023m) und dem Hochstein (2.057m) vorbei zu erreichen. Bei tollem Sommerwetter und mit etwas Wind ließ es sich für uns am unschwierig zu erreichenden Gipfel in den Villgratner Bergen bei kleiner Brotzeit und tollem Bergblick (u.a. auf die Lienzer Dolomiten) wunderbar rasten und ratschen. Der 1. Gipfel war geschafft (leider kein Höhenrekord für Paul – noch nicht!) – und jetzt ging es ja erst in die Dolomiten.
Tag 2: Nach leckerem und üppigem Abendessen und kräftiger Stärkung am Morgen starteten wir frühzeitig vom Parkplatz Fischleinboden (Val Fiscalina – „Tal, welches dem königlichen Fiskus gehört“) zum ersten Tourenziel „Drei-Zinnen-Hütte“, denn für den frühen Nachmittag waren schon erste Gewitter angekündigt. Der 2 ½ stündige Aufstieg durchs Altensteintal mit rd. 1.000 HM war zwar schweißtreibend, aber die grandiose Bergwelt belohnte uns mit immer neuen Ausblicken, die es zu bestaunen gab. Leider hatte der Wetterbericht nicht ganz recht, denn das erste Gewitter ging schon kurz nach 10 Uhr auf uns nieder – die letzten Meter vor der Drei-Zinnen-Hütte (2.405m) galt es sich gegen den Regen und den starken Wind zu stemmen und Meter und Meter der Schutz bietenden Unterkunft zu nähern. Klar war, dass alle Bergsteiger so dachten, entsprechend überlaufen ging es zu. Kaum Platz um Wanderstöcke und Rucksack abstellen und schon gar kein Platz die regennassen Wandersachen aufhängen zu können. Was solls: wir sind im Warmen und es gibt einen Cappuccino oder Schwarztee, auch mit einem Stückchen Kuchen garniert. Nach der Wetterbesserung trennte sich unsere Gruppe: die Vorsichtigen (u.a. mit Paul, der wieder seinen Rekord nicht verbessern konnte) stiegen wieder hinab zur Talschlusshütte und waren gegenüber dem Wirt nicht unhöflich (und gingen nicht vorbei!), die selbsternannte Leistungsgruppe nahm noch die komplette Sextener Wanderrunde (und einige sogar noch die Oberbachernspitzen, 2.678m) unter die Füße.
Tag 3: Was die Leistungsgruppe (LG) kann, kann die andere Gruppe (LG=“Looser Gruppe“?) auch! Aber zunächst durften wir auf frühes Aufstehen verzichten, denn am frühen Morgen waren noch ergiebige Regenfälle angesagt, die auch beinahe so kamen. Gestärkt und ausgeruht starteten wir vom Parkplatz Fischleinboden zur TOP-Tour „Rund um den Einser“ mit knapp 1.200 Höhenmetern und auf 18 km Länge verteilt, doch heute im Uhrzeigersinn, also Aufstieg entlang des Bacherntals – auch zur Erinnerung für Ingrid, Manuela und Ludwig an ihren Drei-Zinnen-Lauf vor ein paar Jahren. Hermine nannte unsere heutige Spitzentour auch "3-Cappuccino-Tour", denn gleich drei bewirtschaftete Schutzhütten boten sich zur Rast an, wovon wir auch Gebrauch machen wollten und mussten. Nach 800 Höhenmetern und zwei Stunden Gehzeit erreichen wir vor dem ersten kräftigen Schauer die Zsigmondyhütte (2.224m), benannt nach einem Wiener Alpinisten, der im Alter von nur knapp 24 Jahren bei der Ersteigung der Meije-Südwand im Jahr 1885 verunglückte. Dem doch ausgiebigen (wegen eines Schauers) ersten Hüttenrast folgte ein Gruppenbild zum Teil im LG-Shirt, das unseren externen Fotografen veranlasste, die Abkürzung „LG“ mit „Liebes-Gemeinschaft“ zu entziffern. Den dunklen Wolken zum Trotz wanderten wir auf einem ehemaligen Kriegsweg über die Oberbachernalm ins Oberbachernjoch (2.519m) weiter Richtung Büllelejochhütte (2.528m). Einige unserer Leistungsgruppe brauchten kurz vor der Hütte noch dringend einen Klettersteig und stiegen in Serpentinen über ein Geröllfeld zur Zwölferscharte und über den Kamm mittels gesichertem Kriegssteig der Alpini zur dann ersehnten Hütte - Gewitterschauer, starker Wind und ein Temperatursturz machten den Klettersteig wahrlich nicht zu einem Vergnügen. Auch die übrige LG-Gruppe schaffte es trotz „Tempomacher“ Paul nicht trocken zur privaten Schutzhütte, Gott sei Dank gibt es guten Regenschutz. Aber zu feiern gab es auch was: Paul hatte ihn endlich – seinen Höhenrekord: der Hohe Göll (2.522m) ist passé – es lebe die Büllelejochhütte (2.528m)! Nach warmen Getränken und warmen Speisen ging es zusammen mit den letzten Regentropfen weiter über das Büllelejoch und quer zu den Geröllhängen an den Frankfurter Würstl und dem Paternkofel vorbei zur uns schon bekannten Drei-Zinnen-Hütte. Aber was für ein Ausblick auf die „Drei Zinnen“, die so einfach aus einem Geröllboden der Langen Alm bis zu 600m emporsteigen. Natürlich war in der Drei-Zinnen-Hütte etwas Stärkung angesagt, aber dunkle Gewitterwolken zogen mehr und mehr auf, was uns schließlich doch zu einem überaus schnellen Rückweg zur Talschlusshütte veranlasste. Aber bereits einige Minuten nach Aufbruch, öffnete der Himmel seine Schleusen und es gab kein Halten mehr. Es schüttete wie aus Kübeln – aber wie gesagt, es gibt gute Regenkleidung – nur in unsere Bergschuhe lief es sogar von oben hinein. Für alle galt: möglichst schnell ins Hotel Schönblick und entweder unter die Dusche oder zunächst doch erst noch in die Sauna!
Tag 4: Gestriger Wettersturz mit frostigen Temperaturen und einer Schneefallgrenze von nur mehr 1.800m veranlassten uns für die heutige Tour „nur“ eine Almwanderung mit tollen Aussichten auf die „Sextener Sonnenuhr“. Vielleicht aber war auch der Grund, dass die Bergschuhe nicht wieder trocken wurden? Ziel war die Alpe-Nemes-Hütte (1.877m) in unmittelbarer Nähe der Grenze von Südtirol zur Provinz Belluno und am Fuße des Monte Rosso. Das diese mehr als 5-stündige Tour auch knapp 800 Höhenmeter aufzuweisen hat, merkten wir von Beginn an. Steil gings nach oben – der Schweiß strömte, aber insbesondere für die Tierwelt blieb ausreichend Zeit: Almsalamander, Weinbergschnecken, Esel, Ponys und Pferde gab es zu bestaunen und zu fotografieren. In den Almgebieten unterhalb des Karnischen Hauptkamms um Helmhanghütte und Klammbachhütte scheint die Welt also noch in Ordnung zu sein. Die Hütten durften zwar nicht zur Stärkung herhalten, denn Ziel war die beliebte Alpe-Nemes-Hütte, die das auf den Tisch bringt, was die Almwirtschaft liefert. Der im Tourenbuch beschriebene Rückweg nach Moos schien uns zu banal. Die beiden Alternativen für den Rückweg waren eine Wanderung unterhalb der mächtigen Felsabstürze der Rotwand oder über den Seikofel (1.908m) mit einem Naturlehrpfad und einem Auerhahnbalzplatz. Aber wie es so ist: die Abzweigung zum favorisierten Seikofel fanden wir leider nicht, da wir schon zuvor – auf den im Tourenbuch beschriebenen Weg nach Moos – einbogen. Dafür war uns eine herrliche Almwiese entlang des Almbachs mit vielen, vielen Pferden, Kühen und auch einigen Alpakas vergönnt. In Moos blieb uns heute auch noch Zeit für etwas Shopping bzw. für eine Cappuccino auf der Hotelterrasse mit Blick auf das Einsermassiv.
Tag 5: Mal was Neues! An unserem Abschiedstag gönnten wir uns eine Seilbahnfahrt zur Helm-Bergstation (2.041m) und somit 700 Höhenmeter bzw. zwei Stunden schweißtreibenden Fußmarsch. Aber es war kühl, sehr kühl und ungemein windig. Wetterjacke, ja sogar Handschuhe und Fleece-Mütze wurden aus dem Rucksack gepackt. Aber der grandiose und klare Ausblick auf die Sextener Dolomiten entschädigte die spätherbstlichen Temperaturen. Leider lagen die Hohen Tauern etwas in den Wolken. Über Hahnspielhütte ging es auf den Gipfel des Helm (2.434m) mit großem Bergpanorama, weiter zur Sillianer Hütte (kurze Einkehr und mit traumhaften Blick auf zwei der „Drei Zinnen“) und auf dem Karnischen Höhenweg folgend auf den Hornischegg (2.550m – da war doch was? Genau – erneut neuer Höhenrekord für Paul!). Nach unserem letzten Gipfel führte uns ein 600m-Abstieg über die Südflanke des Honischeggs (mit Murmeltier-Fotostopp) zur Klammbachhütte (1.950m), die wir heute – im Gegensatz zu gestern – nicht verschmähten. Mit sowohl österreichischen als auch südtiroler Spezialitäten gestärkt ging es über Negerdorf und der ehemaligen Festung Mitterberg in 1 ½ Std. hinab nach Sexten zur Helmbahn. (Bericht Michael)

Großen Dank an Karl, der die Bergwoche super organisiert hat. 
Bilder der 5 Tage sind online.

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